Italien

Zumindest der nordwestliche Teil

Tag 6 - Mailand

Philipp fotografiert mit einer Canon EOS 6D, dem 16-35mm/2.8L und dem 40mm/2.8.

Hannah fotografiert mit einer Nikon D7000 mit dem Nikkor 28mm/1.8 und mit Philipps Kamera.

Lago Maggiore

Nach dem Tag in Turin hatten wir am letzten vollen Tag unseren Urlaubs eigentlich gar nicht mehr so richtig Lust viele Stunden in Städten zu verbringen. Daher fuhren wir von unserem Hotel aus, in dem wir erst einmal das Frühstück genossen, nicht direkt nach Mailand sondern machten einen kleinen Umweg über den Lago Maggiore. So richtig direkt hätten wir ja eh nicht fahren können, da wir das Auto am Flughafen abgeben mussten.

Das Wetter war ganz schön, der See auch, und wir verbrachten dort einige Zeit, saßen rum und machten Fotos. Zwischendurch wurden auch noch ein paar Pollen von irgendwelchen Bäumen umhergeweht, was fast so aussah, als würde es schneien. Zum Glück tat es das nicht!

Da die nächste Station der Autoverleiher war packten wir unsere Sachen wieder ordentlich in den Koffer und räumten das Auto etwas auf.

Kilometerstand: 724 km

Mailand

Nach erfolgreicher Auto-Rückgabe stiegen wir in den Zug, der uns zum Mailänder Hauptbahnhof brachte. Wow! Das ist mal ein vernünftiges Bahnhofsgebäude. Unser Hotel war relativ nah dran und in gut fünf Minuten zu Fuß erreichbar. Wir legten unseren Kram ab und machten uns auf, Mailand zu erkunden. Mittlerweile war es aufgrund des Umwegs auch schon recht spät, wir hatten also keine Zeit zu verlieren.

Mailand wirkte direkt freundlicher als Turin. Vielleicht lag es aber auch nur am Wetter. Oder an den interessanten Situationen, wie zum Beispiel dieser Mensch, der einen wahrscheinlich schweineteuren Ferrari (eventuell?) mit seinem alten Familienvan spazieren fährt und rückwärts einparkt.

Unser erstes Ziel war natürlich der Mailänder Dom. Auf dem Weg durchquerten wir aber erstmal die Galleria Vittorio Emanuele. Sehr hübsch. Der Dom an sich war dann auch sehr beeindruckend, leider war es aber mal wieder zu spät um rein zu gehen oder nach oben zu fahren.

Da wir mittlerweile auch Hunger hatten kauften wir im nahegelegenen Laden namens “street Toast” (oder so) ein… Toastbrot. Es war jetzt nichts besonderes aber einigermaßen lecker.

Vom Dom aus bewegten wir uns dann in den Westen der Stadt um das Castello anzuschauen. Auf dem Weg begegneten wir noch ein paar Kirchen und anderen schönen Gebäuden, sahen Reste der EXPO 2015 und ließen uns noch zwei Freundschaftsbändchen anlabern. Ich gab dem armen Typen, der den ganzen Tag seine Lebensgeschichte Touristen erzählen muss drei Euro. Naja.

Kurz nachdem wir auf dem Innenhof des Castello Sforzesco angekommen waren, wurden wir auch schon wieder fort geschickt. Öffnungszeiten vorbei. Mein schlechtes Zeitmanagement zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Urlaub.

Auf dem Rückweg zum Hotel, freuten wir uns weiterhin über ein paar schöne Ecken Mailands und holten uns, mal wieder, ein Eis. Haben wir an diesem Tag nicht mehr gegessen als Frühstück, ein Toast und ein Eis? Eieiei.

Abends wollten wir dann noch eine Runde Canasta spielen (das nahmen wir uns schon seit 5 Tagen vor), mussten dann aber auf Uno ausweichen, denn wir hatten die falschen Spielkarten eingesteckt! So eine Enttäuschung.

Rückflug

Wir mussten schon um 4:30 Uhr aufstehen um unseren Flug zu erwischen. Gut, dass das Hotel direkt am Hauptbahnhof war. Morgens war der Vorplatz wie leer gefegt.

Zum Frühstück testeten wir heute McDonalds Pancakes und dazu ein paar schöne Blicke auf die schneebedeckten Alpen bis wir dann wieder in Hamburg landeten. So ein Flug nach Italien vergeht ja immer wie im Fluge.

Fazit

Ich denke, es war gut, dass wir uns für die kleinere Runde entschieden haben und nicht noch über Florenz und Pisa gefahren sind. Vom Gefühl her sind wir in diesem Urlaub so schon zu viel herumgefahren — obwohl es wesentlich weniger war als in Island.

Insgesamt hat der Urlaub nicht das große Begeisterungsgefühl hinterlassen, welches sich sonst einstellt. Dafür war das Wetter zu mittelmäßig, das zweite Airbnb zu schlecht, Turin zu langweilig und die Tatsache, dass alles, was ich mir angucken wollte, gerade zu war, hat wahrscheinlich auch nicht geholfen.

Abgesehen davon gab es allerdings auch einige schöne Teile. Mailand ist top, die Sacra die San Michele auch, überhaupt die Entscheidung da ein Airbnb in der Nähe von Avigliana zu nehmen, statt ein Hotel in Turin war gut, so haben wir da noch einiges entdeckt. (Konnte ja keiner wissen, dass die Wohnung blöd ist).

Überhaupt war die Airbnb-Entscheidung eine gute, denn auch unsere Unterkunft bei Genua lag ja wirklich schön und hatte eine tolle Aussicht. Ist halt immer etwas Risiko dabei, ob die Wohnung so toll ist, wie man denkt — und man muss meistens mit Menschen interagieren — aber bei Hotels muss man ja auch Glück haben, dass alles passt.

Des Weiteren möchte ich den Toyota Yaris, den wir als Mietwagen hatten, nochmal positiv erwähnen. Der Hybrid-Motor war echt angenehm und hat die Benzin-Kosten auch ganz gut gedrückt. Top Italien-Urlaub-Auto. (Leider werde ich nicht von Toyota für diese Aussage bezahlt!)

Komplett-Fazit: Nordwest-Italien kann man machen, Turin ist nicht so spannend, Airbnb kann gut sein; muss aber nicht, vorher unbedingt gutes Wetter bestellen.

Navigation

Kommentare