Island

In 2.683 km um die Insel

July 2015, 9 Tage, 454 Fotos

Tag 4 - Mücken, Wasserfälle und dichter Nebel

Mývatn & Grjótagjá

Nach unserer Planung stand für den vierten Tag die längste Fahrstrecke an. Zwischendurch wollten wir uns allerdings noch den See Mývatn und den Dettifoss anschauen.

Nach den 100 Kilometern kamen wir am See an. Das Wetter spielte allerdings nicht so gut mit, daher war es ziemlich trüb und kalt. Außerdem machten uns die Millionen Mücken zu schaffen. Wir drehten also eine kurze Runde und fuhren dann auch bald weiter.

Aus dem Wikipedia-Artikel: „… ebenso wie das von Säugetieren ausgeatmete Kohlendioxid, was dazu führen kann, dass Mücken gezielt in Mund- und Nasenhöhlen eindringen. Einige Fälle, in denen Pferde durch Verstopfung der Atemwege mit Mücken erstickten, sind historisch belegt.“

Auf dem Weg zum Dettifoss fiel Hannah im Myvatn-Wikipedia-Artikel noch die Grjótagjá auf, die direkt auf dem Weg lag. Hier gibt es eine Verwerfungszone anzuschauen, mit einer kleinen Höhle und einem See. Früher konnte man hier wohl baden, seit ein paar Jahren ist das aber aufgrund der zunehmenden Wassertemperatur verboten.

Danach hatten wir natürlich Lust doch noch zu baden und wir fanden sogar ein Thermalbad in der Nähe. Das Jarðböð ist so ein bisschen Blaue Lagune Lite, kostet nur 20€, ist dafür kleiner, war aber echt ganz schön. Vor allem war es schön warm -- dafür stank es aber sehr nach Schwefel, ein Geruch, der uns noch den Rest des Urlaubs begleitet hat.

Dettifoss & Selfoss

Vom Bad bis zum Wasserfall waren es dann nur noch 50km. Das Wetter war mittlerweile noch schlechter. Vom gut besuchten Parkplatz bis zum Wasserfall mussten wir dann noch zwanzig Minuten laufen, bekamen dann aber einen ziemlich beeindruckenden Anblick geboten.

Obwohl wir dann schon ziemlich nass waren, gingen wir noch die paar Meter weiter um noch einen Blick auf den Selfoss zu werfen. Dafür mussten wir über ein paar Pfützen springen, die Mühe war es aber wert.

Nach Neskaupstaður

Die nächste Unterkunft war in Neskaupstaður, ganz im Osten von Island. Mittlerweile war es auch recht spät und wir waren durch den Regen und das vom Wasserfall aufgewirbelte Wasser wieder genauso nass wie beim Baden.

Zwischen uns und dem Hostel lagen jetzt noch 230km durch das Nichts des Isländischen Nordens, über den höchsten Pass an der Ringbahn, inklusive Fahrten in die Wolkendecke, aus der Wolkendecke und durch einspurige Tunnel. Ich war wirklich sehr froh, als wir durch Egilsstaðir fuhren, dort begann dann nämlich langsam wieder die Zivilisation.

Kilometerstand: 350 km (heute), 1190 km (gesamt)

Weiter zur nächsten Seite

Navigation

Kommentare